5 Design-Trends für Non-Profits

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Welche Design-Trends und Technologien sollten Non-Profits im Auge behalten? Joyce Hsu (Leiterin Kommunikation bei TechSoup Canada) zeigt Ihnen fünf Design-Trends, die Non-Profits beachten sollten: Welche Auswirkung haben sie auf den Non-Profit-Sektor und wie können Sie Ihre Non-Profit-Organisation fit machen. 

1. Unbegrenztes Scrollen

Diese moderne Designfunktion bezieht sich darauf, wie Non-Profits ihren Inhalt online organisieren können. Momentan ist die Aufteilung in Seiten die gängigste Methode, bei der der Inhalt in eigene Seiten oder Abschnitte kategorisiert wird. Denken Sie zum Beispiel an die Suchmaschine von Google; die Ergebnisse werden auf Seiten dargestellt. Die Nutzer klicken auf bestimmte Seitenzahlen oder den „Weiter“- und „Zurück“-Button, um auf der Seite zu surfen.

Unbegrenztes Scrollen bedeutet, dass sich der Inhalt automatisch beim Scrollen lädt. Die Nutzer können nicht auf eine Seitenzahl oder einen „Weiter“- und „Zurück“-Button klicken, um durch den Inhalt zu browsen – Sie müssen dazu den Schiebebalken (Scrollbar) oder das Mausrad nutzen. Einige Websiten, die diese Methode nutzen sind: Pinterest, Facebook und Twitter.

 

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Auch wenn unbegrenztes Scrollen modern und trendy ist, muss es nicht für jede Organisation das richtige Gestaltungselement sein.  

  • Vorteile: Für Handys gut einsetzbar, die Nutzer beschäftigen sich länger damit, und man kann damit viel Inhalt transportieren.
  • Nachteile: Keine Fußzeile (man hat keinen Platz für Infos zur Organisation und Kontakt), der Nutzer kann den Überblick verlieren, da er nicht einfach zurückgehen und keinen Inhalt markieren kann. Langes Scrollen wirkt ermüdend.

Selbst wenn unbegrenztes Scrollen für Ihre Ansprüche das Richtige zu sein scheint, müssen Sie auch die Nachteile bedenken, bevor Sie Ihre Website entsprechend gestalten. Ein wichtiges Grundprinzip für jede Website ist ein positives Benutzererlebnis. Stellen Sie sicher, dass unbegrenztes Scrollen nicht die Nutzbarkeit Ihrer Website beeinträchtigt.

2. Einfaches und klares Design ist in


Einfaches und klares Design bedeutet einen Stil mit viel weißer Fläche, einfachen Elementen und matten bzw. Volltonfarben. Das äußert sich durch flaches oder halb-flaches Design (z.B. das Design hat keine oder nur begrenzte Tiefenschärfe) oder Skeuomorphismus (d.h. Design, das eine Form eines real existierenden, vertrauten Gegenstandes nachahmt).

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Ein großer Vorteil einfachen Designs ist die höhere Benutzerfreundlichkeit. Wenn ein Interessent Ihre Website besucht, ist es für ihn viel einfacher, zu browsen und den Inhalt zu lesen. Er wird länger auf der Website verweilen, wenn das Design ruhig und geordnet ist. Sollte Ihre Website jedoch „zugepflastert“ sein (d.h. keine weiße Fläche, zu viel Text, etc.), überfordert der Inhalt den Interessenten und hält ihn davon ab, weiter auf Ihrer Website zu surfen.

Mit einfachem und klarem Design können Sie auch besser ‚Call-to-Actions‘-Buttons besser platzieren und die Akzente auf bestimmte Inhalte setzen, wie beispielsweise zeitkritische Fundraising-Aktivitäten oder aktuelle Nachrichten.

3. Setzen Sie Schriftarten gezielt ein

Non-Profits werden sich allmählich bewusst, dass sie über eine maßgeschneiderte Schrift und die Nutzung von Typographie (Gestaltungsprozess mit Schriften, um einen Text ansprechender zu machen) die Wiedererkennung ihrer Marke verbessern können. Dieser Trend ist eine unverzichtbare Größe geworden bei der Frage, wie Non-Profits von der Öffentlichkeit und ihren Interessenten wahrgenommen werden. Das heißt, ist die Non-Profit modern und trendy oder wirkt sie altbacken?

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Wie funktioniert dieser Trend also? Statt Standardschriftarten der Word-Programme zu nutzen (wie Times New Roman, Arial und Calibri), nutzen Non-Profits maßgeschneiderte oder heruntergeladene Schriften, um sich von der Masse abzusetzen. Ein Beispiel dafür ist die Website von charity:water. Statt Arial nutzt die Website von charity:water die Schrift Proxima Nova, die bei den Unterstützern der Organisation großen Anklang findet.
Typographie ist auch besonders nützlich für Non-Profits, deren Anliegen nicht offensichtlich sind. Eine Organisation, die beispielsweise Geld für die medizinische Forschung sammelt, könnte ein Problem haben, ein Bild zu finden, das ihren Zweck darstellt und Menschen dazu bewegt, zu spenden. Diese Schwierigkeit kann man jedoch einfach mit Typographie lösen:

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4. Das Ende der Agenturbilder

Organisationen haben lange Zeit Agenturfotos für ihre Marketingmaterialien verwendet. Manche dieser Agenturfotos haben sicherlich ihre Berechtigung, aber es gibt bestimmte Agenturfotos, die von Non-Profits nicht genutzt werden sollten. Wir meinen Fotos, die man gemeinhin als arrangiert, unehrlich und allgemeingültig bezeichnet.  Und diese Agenturbilder sind tatsächlich so allgemein, dass sie in den Marketingmaterialien von vielen Organisationen vorkommen:

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Wenn Sie die Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit erstellen, wollen Interessenten echte Fotos sehen und wahre Geschichten lesen.

5. Einsatz von Digital Storytelling

Digital Storytelling benutzt eine Kombination aus verschiedenen Elementmedien (d.h. Animation, Video, Text), um eine Geschichte zu erzählen. Non-Profits nutzen diese Erzähltechnik mittlerweile über die normalen Medien hinaus (z.B. Video). Heute findet man Digital Storytelling in E-Mail-Newslettern, Social Media und selbst in Jahresberichten und in Forschungsberichten.

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Dieser Trend steigert die Markenwahrnehmung, weil Geschichten Menschen mehr ansprechen als reine Zahlen und Fakten.

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