Fachartikel: IT-Sicherheit im Internet der Dinge

Internet der Dinge

Laut dem weltweit agierenden IT-Marktforschungsunternehmen Gartner werden 2016 die Ausgaben im Bereich Sicherheit für das Internet der Dinge 348 Millionen US-Dollar betragen. Bis zum Jahr 2020 werden mehr als 25 Prozent der Cyber-Angriffe in Unternehmen auf das Internet der Dinge zielen. Die Erkenntnisse von Gartner im Einzelnen:

Die weltweiten Ausgaben für die Sicherheit im Internet der Dinge (IoT für Internet of Things) werden in diesem Jahr 348 Mio. US-Dollar betragen, was laut Gartner Inc. einer Steigerung von 23,7 Prozent von 281,5 Mio. US-Dollar in 2015 entspricht. Im Jahr 2018 sollen die Ausgaben für die Sicherheit des IoT auf 547 Mio. US-Dollar steigen (siehe Tabelle 1). Obwohl die Gesamtausgaben anfangs geringfügig ansteigen, prognostiziert Gartner, dass die Ausgaben in puncto Sicherheit für das Internet der Dinge nach 2020 schneller steigen werden, da besser qualifizierte Mitarbeiter, organisatorische Veränderungen und skalierbare Dienstleistungsoptionen die Umsetzung erleichtern.

"Der Markt für IoT-Sicherheitsprodukte ist derzeit noch relativ klein, wächst aber, weil sowohl Verbraucher als auch Unternehmen immer mehr miteinander vernetzte Geräte nutzen", sagt Ruggero Contu, Forschungsleiter bei Gartner. "Gartner schätzt, dass im Jahr 2016 6,4 Milliarden vernetzte Geräte im Einsatz sind. Dies entspricht einer Steigerung von 30 Prozent gegenüber 2015, und die Zahl wird im Jahr 2018 auf 11,4 Milliarden ansteigen. Zwischen den einzelnen Branchen gibt es jedoch beträchtliche Unterschiede, weil die Firmen unterschiedliche Prioritäten setzen und nicht das gleiche Sicherheitsbewusstsein haben."

Tabelle 1
Prognoserechnung für die IoT-Sicherheit weltweit (Mio. US-Dollar)

2014

2015

2016

2017

2018

231,86

281,54

348,32

433,95

547,20


Quelle: Gartner (April 2016)

Der Markt für IoT-Sicherheitsprodukte hängt davon ab, wie der Verbraucher und die Industrie das IoT annehmen. Der Endverbrauch wird geprägt sein von vernetzten Autos, sowie anderen komplexen Maschinen und Fahrzeugen, wie beispielsweise schwere Nutzfahrzeuge, Verkehrsflugzeuge, sowie Maschinen in der Agrar- und Bauwirtschaft.

Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 mehr als 25 Prozent der erkannten Cyber-Angriffe in Unternehmen im Bereich IoT stattfinden, obwohl weniger als 10 Prozent des IT-Sicherheitsbudgets für IoT aufgewendet werden. Sicherheitsanbieter stehen vor der Herausforderung, geeignete IoT-Sicherheitsprodukte anzubieten, die dem begrenzten Budget und der dezentralen Implementierung von IoT in Unternehmen gerecht werden. Die Anbieter konzentrieren sich zu sehr darauf, einzelne Schwachstellen und Sicherheitslücken zu identifizieren, anstatt die Probleme aufzugliedern und andere langfristige Maßnahmen zu ergreifen, um das IoT besser zu schützen.

"Der Aufwand, das IoT abzusichern, wird sich in Zukunft vermutlich stärker auf das Management, die Analyse und die Bereitstellung von Geräten und deren Daten richten. Geschäftsszenarien mit IoT erfordern einen durchgängigen Mechanismus, der mit den Anforderungen an Überwachung, Fehlererkennung, Zugriffskontrolle und anderen Sicherheitsanforderungen Schritt halten und mitwachsen kann", sagt Herr Contu. "Die Zukunft der Cloud-basierten Sicherheitsdienstleistungen hängt teilweise mit der Zukunft des IoT zusammen. Das IoT wird sein Potenzial nur voll ausschöpfen können, wenn die Cloud-basierten Sicherheitsdienstleistungen einen effizienten, kostengünstigen Betrieb für viele Organisationen ermöglichen. Gartner schätzt, dass im Jahr 2020 mehr als die Hälfte aller IoT-Anwendungen irgendeine Cloud-basierte Sicherheitsdienstleistung nutzen."


Mehr Informationen zur Zukunft von IoT findet man im Gartner Special Report The Internet of Things.

 

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