Schadsoftware und Non-Profits: Wie Ihre Organisation Viren erkennen und verhindern kann

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Ein Computervirus ist ein Code oder ein Programm, das sich fortpflanzen kann und andere Software infiziert oder verändert. Einmal ausgeführt, kann der Computervirus das ganze Betriebssystem beschädigen, Festplatten zerstören, wichtige Daten löschen und private Informationen stehlen. Computerviren sind Teil einer Gruppe von Bedrohungen, die als Schadsoftware oder Malware - die verkürzte Form von „malicious software“ - bezeichnet werden. Neben Computerviren zählen Spyware, Adware, Würmer und Trojaner zur Malware.

Die Risiken für Non-Profits sind beträchtlich. Malware kann auf vertrauliche Informationen, Mitarbeiter- und Spenderdaten zugreifen. Zudem besteht die Gefahr, dass Finanzkonten gehackt werden und in der Infrastruktur der gesamten Organisation großer Schaden angerichtet wird. Ihre Organisation sollte proaktiv Maßnahmen ergreifen, um die Computer und alle sensiblen Daten zu schützen. 


Antiviren-Programme wie McAfee und Norton sind nicht nur bewährte und zuverlässige Marken, sondern auch eine kostengünstige Möglichkeit, Viren und andere Malware auf Ihren Computern zu erkennen. Avast ist ein weiteres Antiviren-Programm mit kostenlosen und kostenpflichtigen Versionen.


Anmerkung der Redaktion: Symantec stellt seine Norton Security Software förderberechtigten Non-Profits über Stifter-helfen zur Verfügung. Bitdefender ist eine weitere gute Option – auch diese Software ist über Stifter-helfen verfügbar.

Selbst wenn man Antiviren-Software installiert hat, kann es passieren, dass Malware unentdeckt bleibt. Deshalb muss man auf folgende Indikatoren achten, die ein Hinweis auf Malware sein könnten.



Indikatoren in der Systemleistung



Die Gesamtleistung eines Computers kann potentielle Virusinfektionen anzeigen. Viren können die Leistung Ihres Computers auf folgende Weise beeinträchtigen:



Geschwindigkeit: Ihr Computer läuft merklich langsamer als normal. Es dauert länger, Programme zu laden, nach Dateien zu suchen und das Betriebssystem zu starten.



Abstürze oder Stillstand: Der Computer bleibt ständig hängen, stürzt ab oder reagiert nicht mehr. Ein weiteres Warnsignal ist, wenn das Betriebssystem während des Starts hängenbleibt und nicht aufhört zu laden.

Neue oder fehlende Icons: Neue Icons erscheinen auf Ihrem Desktop und/oder alte Icons verschwinden.

Fehlermeldungen: Ungewöhnliche Fehlermeldungen poppen plötzlich auf. Diese Meldungen sagen eventuell, dass Ihr Computer von einem Virus befallen ist und versuchen, Sie zur Installation einer defekten Datei zu bewegen.

Plötzliche Neustarts: Ihr Computer startet ohne eine Eingabeaufforderung oder Updates neu.

Zugriff blockiert: Sie können nicht auf Shortcuts oder Systemfunktionen wie Task Manager, Register oder Systemsteuerung zugreifen. 





Änderungen in Ihrer Internetnutzung

Neben der Veränderung des Betriebssystems kann ein Virus auch ungewollte Änderungen in Ihrer Internetnutzung verursachen.

Neue Homepage: Ihre bevorzugte Startseite des Webbrowsers wurde verändert, ohne Ihr Zutun.

Neue Symbolleiste: Sie bemerken seltsame Symbolleisten auf Ihrem Webbrowser, die Sie nicht installiert haben.

Kein Zugang zu Internetseiten: Sie können nicht auf seriöse Internetseiten zugreifen, die einen Hackerangriff feststellen könnten.

Pop-up-Flut: Pop-ups überfluten Ihren Bildschirm – selbst wenn Sie nicht das Internet nutzen.

Umgeleitet: Sie werden auf andere Internetseiten umgeleitet, die Sie gar nicht besuchen wollten. Typischerweise sind diese umgeleiteten Seiten voller Malware.

E-Mail Indikatoren

Auch das E-Mail-Konto Ihrer Organisation kann mit Malware infiziert sein.

Verdächtige Nachrichten: Sie erhalten E-Mail-Nachrichten, die keinen Absender oder Betreff haben.


Unwissentlicher Versand von Spam-Mails: Empfänger benachrichtigen Sie, dass Sie von Ihrem E-Mail-Konto Spam-Mails erhalten haben.

Was tun, wenn Ihr Computer infiziert ist

Wenn Ihr Computer infiziert ist, gibt es einige einfache Schritte, damit umzugehen:

  • Benutzen Sie den Computer nicht mehr.

  • Wenn Ihre Non-Profit-Organisation keine IT-Abteilung oder IT-Personal hat, führen Sie einen vollständigen Antivirus-Scan mit einem der empfohlenen Programme wie Avast, McAfee oder Norton durch.

  • Das Antiviren-Programm erklärt Ihnen, was man mit gefundenen Viren macht. 

  • Wenn diese Schritte nicht weiterhelfen, müssen Sie einen Computerfachmann aufsuchen, um das Problem zu lösen.

Malware verhindern

Wie bereits oben erwähnt, sollte Ihre Organisation proaktiv Maßnahmen ergreifen, um einen Virenangriff zu verhindern. Mit den folgenden Schritten können Sie mögliche Virenbedrohungen ausschließen:

  • Installieren Sie aktuellste und erstklassige Antivirenprogramme und Internet Security Software auf Ihren Computern.

  • Stellen Sie sicher, dass jede Software und jedes Betriebssystem auf dem neuesten Stand sind.

  • Begrenzen Sie den privaten Internetzugang, einschließlich den Besuch nicht-arbeitsbezogener Webseiten und das Lesen von privaten E-Mails. Durch diese Maßnahme verringern Sie das Risiko, dass jemand eine Website mit Malware (wie Pop-ups) besucht oder über eine persönliche E-Mail einen Anhang öffnet, der von einem unbekannten Absender ist.

  • Öffnen Sie keine Dateien von unbekannten Absendern oder Webseiten.

  • Installieren und schalten Sie einen Pop-up-Blocker ein; klicken Sie nicht auf Pop-up-Werbung. 

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Firewall eingestellt und aktiv ist.

  • Planen Sie wöchentliche Sicherheits-Scans gegen Viren und andere Malware ein. Bei den meisten Programmen, wie McAfee oder Avast, sind es nur wenige Klicks, um regelmäßige Scans einzustellen.


Peter Pane, IT-Spezialist
TechSoup Canada, 5. Juli 2017

Über den Autor
Mit mehr als 30-jähriger Erfahrung in der IT-Industrie hat Peter Pane vielen Menschen bei der Lösung ihrer IT-Probleme geholfen. Peter ist Geschäftsführer eines Franchisebetriebs von Jim’s Computer Services in Drouin, Australien. Sein Ziel ist es, allen Unternehmen zu helfen, von den verfügbaren Technologien zu profitieren.

Foto: Shutterstock.com,Wutzkohphoto