Freie Routerwahl ab 1. August

Freie Routerwahl

Bislang haben die Netzbetreiber ihren Kunden den zu verwendenden Router vorgeschrieben. Dem lag die Auffassung zugrunde, dass der Router aus funktionalen Gründen zu ihrem Netz zu zählen sei und daher ihrem Herrschaftsbereich unterliegt.

Mit dem auf europäischer Ebene liberalisierten Endgerätemarkt im Sinne der Richtlinie 2008/63/EG vom 20. Juni 2008 war dies jedoch nicht vereinbar; das stellt das am 1.8.2016 in Kraft tretende Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten (beschlossen am 23.1.2016) klar.

Das Gesetz definiert zum einen den passiven Netzabschlusspunkt (letztlich die Anschlussdose an der Wand) als Ende des Telekommunikationsnetzes. Damit können die Endkunden frei wählen, welches Endgerät sie anschließen möchten. Die Netzbetreiber werden verpflichtet, ihren Kunden notwendige Zugangsdaten und Informationen für Anschluss und Nutzung von Endgeräten unaufgefordert und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Wird diesen Informationspflichten nicht nachgekommen, sieht das Gesetz Bußgelder vor.

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